Das Größenwahn - Kalenderblatt
Den Herrgottswinkel über den wir im Dezember berichteten, haben jetzt wieder die
Herrgötter in Besitz genommen. Nicht anders als in den vergangenen Jahren hat uns ein lieber
Gast einen Kalender aus der Heiligen Stadt mitgebracht, wie er sicherlich bis vor kurzem,
noch völlig ohne Hintergedanken, manches Jesuitenkolleg geschmückt haben dürfte.
Stattliche Pfarrer sind dort Monat für Monat abgebildet, bei denen man sich wundert, dass
Meditationen, Fasten und Beten Körper herauszubilden vermögen, die normalerweise nur
dem täglichen Besuch eines Sportstudios zu verdanken sind.
Wir zeigen auf dem Foto den Priester des Monat März.
Auch Venus wäre sicherlich über einen solchen Mars entzückt gewesen.
Damals band sie bekanntlich der betrogene EhemannVenus mit diesem Herrn in Ketten.
Sollte der olympische Mars nur annähernd so gut ausgesehen haben wie unser vatikanischer,
wird sie das aber wohl kaum als Strafe empfunden haben.
Xynthia oh Xynthia!
Nicht anders als der Sturm, der in einem berühmten Märchen das Häuschen durch die
Lüfte trägt, so hat am Sonntag Abend Xynthia unser Raucherhäuschen hinweggetragen.
Das war nicht zu erwarten gewesen, denn es war keineswegs in Leichtbauweise errichtet
worden.
Ein schweres Eisengestell, am Boden scheinbar fest verankert, schwere Stoffbahnen
im Innern zum Schmuck, nutzen jedoch nichts gegen das Wüten von Xynthia.
Später wurde das Gerippe wiedergefunden.
Der Verlust trifft uns schwer, gehörte die Innenausstattung des Raucherhäuschens doch
zum anerkannten Größenwahn-Kulturerbe. Die herrlichen Stofftapeten, die bunten Decken,
der große Teddy, alles "gone with the wind". Allein die frühlingshaften Temperaturen sind uns
ein Trost in diesen traurigen Stunden.
Von Dorothy indes, die gerade eine Zigarette im Augenblick der Attacke im Raucherhäuschen
geraucht haben soll, fehlt wieder einmal jede Spur.
Rosenmontag und Faschingsdienstag im Größenwahn
Letztes Jahr war unser Takis an Rosenmontag noch in einem Hahnenkostüm aufgetreten,
was man ja bei einem Griechen nicht wirklich als eine Verkleidung bezeichnen kann.
Das erregte trotzdem großes Aufsehen wegen eines prachtvollen Schwanzes, den viele
einmal anfassen wollten.
Trotz der schlechten Erfahrung die Takis mit dem praktischen Nutzen dieses Schwanzes
machte, der ihm bei jeder Wendung die Tische der Gäste abzuräumen drohte, hat er sich
dieses Jahr wieder für ein Tier mit einem Schwanz entschieden, allerdings einem Schwanz
in einer abgespeckten Version, wenn dieser Ausdruck bei einem Schwein erlaubt ist.
War er aber das letzte Mal sozusagen der Hahn im Korb oder
besser im Hühnerhof gewesen, so lagen dieses Mal die Dinge
im Schweinestall nicht so unbeschwert .
Der Wirt selbst war doch tatsächlich als Metzger erschienen,
mit blutbesudelter Schürze, mit Hackebeilchen und Messern
aus der Küche bewaffnet, der die ländliche Idylle bedrohte.
Über dem ganzen lastete auch für die Gäste eine fast
unheimliche Stimmung.
Nun, es ist bis Aschermittwoch nicht zum Äußersten
gekommen, keine Borste ist dem Schweinchen gekrümmt worden und auch sein Schwänzchen hat er sicher über die närrischen Tage gebracht. Aber etwas unheimlich war es schon, und der Schweinbraten,
sonst ein Renner, verkaufte, sich in diesen Tagen auffällig wenig.
Wir haben uns vorgenommen in der nächsten Saison das Szenario in jedem Fall weniger
realistisch zu gestalten.
Auch der Gutsherr hat, wie auf folgendem Bild zu sehen, einmal seinen Hof besucht und
sich mit seinem Schwein ablichten lassen.
Foto Simone Bauch
Der Club der lebenden Dichter
Am Sonntag gegen 11 Uhr wurde im Cafe Größenwahn das Erscheinen des
Gedichtbandes mit den Autoren bei einem späten Frühstück gefeiert.
Eigentlich war dieser Termin für den an sich nachtaktiven Dichter viel zu früh.
Trotzdem waren es dann doch weit mehr als die Hälfte aller Preisträger unseres
Gedichtwettbewerbs, die wir bewirten konnten und die sich schließlich zu einem
Gruppenfoto vor der dem Größenwahn überreden ließen.
Mehr als ein Jahr hatten sie auf die Herausgabe des Buches warten müssen.
Die Schwierigkeit lag nicht darin einen Verlag für die Veröffentlichung zu finden,
als vielmehr einen Verlag zu gründen, dem wir diese Gastgeschenke vorbehaltlos
anvertrauen konnten.
Takis, der Initiator des Gedichtwettbewerbs, hat auch diese Aufgabe hervorragend bewältigt.
Er ist ab sofort nicht nur Gastwirt, Autor und Dichter, sondern auch Verleger und sein Weg ist
noch lange nicht zu Ende. Kein Grieche ruht bevor er nicht eine Unternehmensflotte besitzt.
Sein Verlag heisst natürlich "Größenwahn Verlag" und auf der nächsten Buchmesse wird er
mit einem Stand vertreten sein.
Die eigentlichen Helden sind aber unsere dichtenden Gäste, bei denen wir uns nochmals
bedanken wollten und mit denen wir die glückliche Geburt des Büchleins nun feierten.
Einer der frühstückenden Dichter (Packo Jansen) zählte in einer kleinen, launigen Büttenrede
- Fasching ist nahe - die Teilnehmer an unserem Gedichtwettbewerb nach einem
eigenwilligen Logartihmus:
"Sie luden alle Gäste ein, ein Verschen zu verfasse,
Fast Hunderte haben es gemacht und Tausende es gelasse."
Aber einmal ehrlich: Mit einem Anteil von 10 Prozent an Dichtern, alle anderen Kreativen
nicht mitgerechnet, haben wir unserem Namen alle Ehre gemacht.
Über den Mitbegründer des Cafe Größenwahn Hans-Jürgen Heine ist in der
Frankfurter Rundschau, als ein später Nachschlag zum 30. des Größenwahn
und zum 60. des Mitbegründers, ein kleines Porträt erschienen, das unter folgendem
link nachgelesen werden kann:
Fr-Porträt
"Dort wo die Blumen auf dem Zapfhahn blühen"
Wer hätte das gedacht? Das Buch der
Größenwahn-Gedichte ist doch noch erschienen!
Mehr als ein Jahr nach unserem Gedichtswettbewerb,
den wir zu unserem 30. Geburtstag veranstaltet hatten,
ist endlich eine Anthologie dieser Xenien, denn was
waren diese Gedichte anderes als Gastgeschenke, in
Buchform herausgegeben worden.
Die Anthologie "Dort wo die Blumen auf dem
Zapfhahn blühen" kann ab sofort im
Cafe Größenwahn, bei den Buchhandlungen
"Land in Sicht", "Skyline", "Oscar Wilde",
"Hugendubel", "Ypsilon", "Schutt", "Buch
und Wein" und "Buchhandlung & Antiquariat
Neumann und Eisenbletter" erworben werden,
für genehme 9,90 €..
Farewell 2009
Am Donnerstag um 0 Uhr war es wieder soweit. Das alte Größenwahnjahr wurde unter reger
Anteilnahme der Gäste verabschiedet.
Hans-Peter hielt eine kleine Rede, die wir hier fast wörtlich wiedergeben können:
"Danke, Danke, Danke" .
Das trug Bekenntnischarakter und als geborener Katholik hat er dabei auch die Dreizahl nicht
gescheut. Aber recht hat er, unsere Theologie auf diese einprägsame Formel zu verdichten.
Kein Jota muss diesem Rückblick hinzugefügt werden.
Dank dieser Rede konnten wir pünktlich um 0 Uhr unsere Gläser zur Verabschiedung des alten
und zur Begrüßung des neuen Größenwahnjahres erheben und unter Walzerklängen rauschte
nun die nächste Stunde dahin.
Ein letztes Mal fuhr die Eisenbahn mit gewaltigen Soundtrack ein paar Runden, ein letztes Mal
brannte der Adventskranz, ein letztes Mal war auch unser Herrgottswinkel in Betrieb und ein
letztes Mal konnten wir einen Blick auf die jetzt gähnend weit geöffneten
Adventskalendertürchen werfen.

Leider haben wir vor Aufregung wieder einmal das Fotografieren vergessen und so haben
wir nur diese eine Aufnahme, die ein Gast ( Simone Bauch) von unseren
Mitarbeitern geschossen hat. Aber zu unseren Wünschen auf einen guten Rutsch, auf
Gesundheit und Glück im neuen Jahr, und zu dem was wir uns von dem neuen Jahr erhoffen,
hätte kaum ein passenderes gemacht werden können.
Hätten Sie´s gewusst?
Eine große Frankfurter Zeitung stellte in diesen Tagen eine knifflige Frage
für Frankfurt - Kenner.
Die erste Alternative ist leicht auszuschließen, denn das Liebighaus gab es damals noch
gar nicht. Wir wissen natürlich, das Goethe gerne beim Griechen eingekehrt ist, aber doch
niemals bei einem Griechen mit dem Namen Nibelungenschänke.
Es liegt also nahe anzunehmen, dieser Gastronomiebetrieb sei das Cafe Größenwahn,
Treffpunkt aller späten Lieben und Heimstatt vieler Dichter (s.o.), gewesen.
Aber es war dann doch die Gerbermühle, weil sie nämlich auf seinem Weg zu seiner
heimlichen Liebe lag: Offenbach.
Wir freuen uns, dass im Journal Frankfurt Führer "Frankfurt geht aus!"
das Cafe Größenwahn unter den Top Ten der Frankfurter Lieblinge
wie auch in den Jahren zuvor den 1. Platz belegt hat und sich auch
dieses Jahr wieder Frankfurts Liebling nennen darf oder auch - wie es der
Rezensent ausdrückt - Frankfurts Wohnzimmer.
Immerhin konnten wir diesen Platz in 21 Jahren -solange gibt es den
Journal - Gastro - Führer bereits - 20 mal erringen.
Das spricht für unsere Beständigkeit in mehr als 30 Größenwahn-Jahren.


Frankfurter Rundschau
Die FR berichtete über dasneu eröffnete "Cafe Karussell".
Mitbegründer ist H-P Hoogen, den die Gäste des Cafe Größenwahn
aber deshalb nicht vermisssen werden. Er wird wie gewohnt seinen ganzen Charme
ungeteilt unserem Geschäft zur Verfügung stellen.
Das Cafe Karussell soll ein Treffpunkt sein für Homosexuelle der Generation 60 + .
Für das Cafe Größenwahn - das ja erst zur Generation 30 + gehört - ist das natürlich keine
Konkurrenz, denn die meisten Gäste von uns dürfen da noch gar nicht hinein.
link: FR
Für die Buchmessegäste kommt der Tip der FR vom Samstag, dem 17.10. etwas spät,
aber was abseits der Messe gilt, das gilt natürlich auch nach der Messe.
Wir freuen uns jedenfalls, dass wir in einer solch schönen Auflistung von Alternativen
stehen.
Frankfurter Rundschau
Abseits der Buchmesse
Nidda, Städel und Größenwahn als Alternativen
Haben Sie ein Glück! Sie sind in Frankfurt - und hier gibt es ein Phänomen. Es hat einen
recht bescheidenen Namen: Größenwahn.
Und dieses Phänomen breitet weit die Arme aus, nimmt Sie hinein, platziert Sie nicht immer
luftig, dafür mit Nähe zum Anderen und serviert auf höchstem Niveau Sättigendes,
Beglückendes, Geistreiches. Das Café Größenwahn im Nordend ist Frankfurts Glück seit
mehr als 30 Jahren.
Das Wirte-Herzstück ist ein Trio, Hans-Peter, Hans-Jürgen und Peter, eigentlich aber längst
ein Quattro mit Konrad.
Allesamt Gastgeber, sie geben ihren Gästen - aber nicht nur Speisund Trank, sondern eine
wohlige Mischung aus Empathie, Ironie, Sympathie, und Abscheu nie.
Poesie? Aber hallo: Einen ganzen Gedichtband haben treue Gäste über das Größenwahn
zusammengeschrieben.
Zurzeit wird auf der Homepage übrigens mit Bedauern kundgetan, dass mit der Buchmesse,
"Frankfurts schönster Messe" (sic), die Sommersaison endet und bis zum Frühjahr keine
Grüne Soße serviert wird. Sie werden das überstehen. (ave)
Ältere Beiträge,
die wir noch stehen lassen,
da sie sich mit Geschehnissen aus der jüngsten Vergangenheit,
beschäftigen, die für uns von besonderer Beutung waren.
(und mit denen wir schon einen Ausblick auf den nächsten Sommer wagen)
Endlich sind wir wieder auf unserer Sommerterrasse!
Nach fast dreiwöchigem Umbau können wir unsere Gäste ab sofort wieder auf
unserer Sommerterrasse in der Nordendstrasse bedienen.

Wir hatten uns der Umbausituation angepasst und waren zeitweise mit unserer
Sommerterrasse um die Ecke in die Lenaustrasse gezogen.
Das Provisorium in der Lenaustrasse war nicht ohne Reiz, aber ein Reiz der für
unsere Gäste, für unsere Nachbarn und für uns von Tag zu Tag abnahm.
Rechtzeitig bevor eine Missstimmung aufkommen konnte und schneller als wir zu
hoffen wagten, können wir nun in die Nordendstrasse zurückziehen und fast alles ist
wieder beim Alten. Natürlich ist nicht alles beim Alten. Das Pflaster ist jetzt rot, die
Fläche eben und insgesammt ist die Terrasse durch den Umbau schöner geworden.
Das war nicht selbstverständlich, denn wer den Namen liest unter dem dieses Projekt
steht oder wer die Baumassnahmen am Nordendplatz in den letzten Jahren verfolgte,
konnte über den Erfolg keineswegs sicher sein.
Aber die "Betonsperren" und die "Poller" sind beseitigt und es besteht die berechtigte
Hoffnung, dass wenn auch die Strasse umgebaut sein wird, man von einem
ästhetischen Gewinn sprechen kann.
Das Cafe Größenwahn, dass durch sein verkehrsberuhigte Lage am Nordendplatz
bereits eine der schönsten Terrassen in Frankfurt besass, wird durch diesen Umbau
an Flair gewinnen.
Solange sich unsere Terrasse im Exil in der Lenausrasse befand, hatte die Terrasse in der Nordendstrasse eine neu Verwendung als städtische Strandpromenade
gefunden.
Auch nächtens war ein neuer Flair an der Nordenstraße zu beobachten.
Doch da der Umbau zügig vorangeschritten ist, sind diese Bilder schon
Vergangenheit. Der Sandstrand ist wieder ein 'Pflasterstrand.
Immerhin sind wir jetzt offiziell zu einem Begegnungsraum umgebaut worden
und in ein Bundesforschungsobjekt mit dem schönen Namen "Vernetzte Spiel
und Begegnungsräume" geraten, was soviel bedeuten sol, dass der Asphalt
farbig wurde , farbige Betonwürfel Sitzauflagen erhielten und Parkplätze verdichtet
wurden.
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Auf dem CSD - Frankfurt hat Hans-Peter Hoogen seine nach dem
Größenwahn liebste Institution zu überzeugen versucht,
endlich "wärmer und weiblicher" zu werden, wobei die Betonung
auf "weiblicher" lag. Nach seinen langjährigen Erfahrungen mit dieser
Institution, ist er sicher, dass es keinen größeren Schwulenverband in
der Welt gibt als die katholische Kirche.
Hans-Peter unterstützt mit Nachdruck die Forderung nach einer Öffnung
dieses Verbandes auch für Frauen.

Im Prinz Top Guide Frankfurt 2009 wird das Cafe Größenwahn
unter den Top Location 2009 aufgeführt mit gutem Essen und
herausragender Atmossphäre.

Auch im Marcellino´s Restaurant Report 2009 wird das Cafe Größenwahn
als hervorragende Adresse empfohlen.