Der Argonautenfries von Rudi Scholz

Der Fries zwischen Spiegelleiste und Wandvertäfelung ist das größte Kunstwerk des Größenwahn. Rudolf Scholz hat es 1987 begonnen und nach 19 Jahren sind etwa 28 Meter fertiggestellt. Argonautenfries war Rudis Arbeitstitel für dieses Fries. So kann man in dem ersten Teilstück, das sich gegenüber dem Tresen befindet, den Helden Iason und die „Argo“ sehen, gemalt als „Iasö(h)nchen“ mit dem Schiff in der Badewanne. (siehe nebenstehendes Bild) Auf dieser malerischen Reise zwischen Abstraktem und Figürlichem stoßen wir auf die Themen des Lebens, im Bild verkörpert durch die vielen Symbole: die Stundenuhr, die Kerze, den Krug, die Axt, den Fisch etc. Wir treffen auf Lenau, der zitiert ist mit seinem Vers: „Vielleicht ist unser unerforschtes Ich vor scharfen Augen nur ein dunkler Strich, in dem sich wunderbar zwei Welten schneiden." Wir sehen die Feigenbaumkonstante 4,669 aus der Chaosforschung (ohne Komma).  Im „großen Eck“ ist der Fries nahezu vollständig und auch im „kleinen Eck“ sind die ersten Meter angebracht. Ob er je vollendet wird ist höchst ungewiss, aber auch unvollendet ist er vollendet.


                                                                                                                                                             
                   
                    Ist dies nicht auch ein Sinnbild für das
                    Cafe Größenwahn?
                    Langsam gewachsen ist es vollendet
                    im Unvollendeten und es zählt in etwa
                    so viele Jahre  wie das Kunstwerk 
                    Meter misst.







In mehr als 30 Jahren Cafe Größenwahn gab es natürlich eine große Zahl weiterer
interessanter Kunstprojekte, so u.a. eine  Videoinstallation von Thomas Sterna
aus dem Jahre 1997, in der Poträtaufnahmen von Mitarbeitern des Cafe Größenwahn
durch Schnitt und Überlagerung verfremdet wurden.

Ausschnitte aus Thomas Sternas Videoinstallation "Größenwahn"

Oder der Groessenwahn - Film, konzipiert und realisiert ebenfalls von Thomas Sterna.
Der Größenwahn als eine Art fliegendes Klassenzimmer im Anflug auf das Lokal über
und in der Skyline Frankfurts.

Größenwahn: der Film

Oder  Stefan Grunenbergs ins Kneipenmilieu verlagerte Adaptation der Adaptationen
Picassos an Velazquez  "Las Meninas".




Oder Jan Smejkals umlaufender Groessenwahn - Schriftzug an der Außenwand des Hauses.

 

hj